Herzlich willkommen auf meinem Blog!
Hier poste ich in regelmäßigen Abständen zu Themen die mich inspiriert haben oder die mich aktuell beschäftigen. Das kann alles Mögliche sein: Begegnungen oder Gespräche mit Menschen. Aber auch ein Song den ich morgens im Radio auf dem Weg zur Arbeit höre, oder ein Film mit einer schönen Botschaft.
20 Sekunden mutig sein
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist „Wir kaufen einen Zoo“ mit Matt Damon. Davon mal abgesehen dass eine sehr unterhaltsame Story mit allen emotionalen Höhen und Tiefen erzählt wird, die sogar auf einer wahren Lebensgeschichte beruht, ist die Kernbotschaft „20 Sekunden mutig zu sein, und alles kann passieren“. Diese Einstellung kann sogar lebensverändernd sein. Etwas zu riskieren, keine Angst davor zu haben sich vielleicht zu blamieren, einen ersten Schritt zu wagen in eine noch unbekannte Zukunft. Denn, was soll denn schlimmstenfalls passieren?
Es gibt keinen Grund nicht mutig zu sein. Denn Mut wird von anderen Menschen meistens honoriert. Auch wenn der „Auftritt“ oder die gewählten Worte nicht perfekt waren, sind wir meistens sehr milde und nachsichtig damit, weil es uns unheimlich imponiert wenn jemand offensichtlich seinen ganzen Mut zusammen nimmt (das kann man deutlich sehen) und etwas sagt, das ihm/ihr nicht leicht fällt anzusprechen. Ein Thema das diesem Menschen persönlich so wichtig ist, dass er/sie eigentlich gar keine andere Wahl hat, als endlich Worte dafür zu finden.
Mutig zu sein kann aber auch bedeuten, dass man für andere Personen unbequeme Wahrheiten ausspricht, die einem auf der Seele brennen. Vielleicht können andere Menschen dadurch enttäuscht oder sogar verletzt werden. Aber zu schweigen „um des lieben Friedens willen“, oder etwas auszusitzen, funktioniert meist nur für einen gewissen Zeitraum. Nur selten erledigt sich etwas von ganz allein und inzwischen wird der eigene Leidensdruck immer größer. Dann kann es durchaus passieren, dass es plötzlich aus einem herausbricht. Meist in einem sehr unpassenden Moment. Und das ist dann wirklich verletzend.
Im beruflichen Kontext kann es beispielsweise für einen eher introvertierten oder schüchternen Menschen einen absoluten Meilenstein bedeuten, zum ersten Mal vor einer Gruppe zu sprechen oder etwas zu präsentieren. Es spielt dann meist keine Rolle ob es sich „nur“ um 5 Personen handelt oder um 50. Das Gefühl ist das Gleiche.
Und es beruhigt in diesem Moment dann auch nicht, wenn einem erfahrene und souverän wirkende Redner erzählen (diejenigen die scheinbar immer die richtigen Worte finden) dass sie immer noch vor jedem „Auftritt“ Lampenfieber haben.
Da hilft wirklich nur mutig zu sein. Das erste Mal ist immer am schlimmsten. Und je öfter und in je kürzeren Abständen man es wiederholt, desto einfacher wird es – versprochen! Aber auch hier: das Publikum spürt wie aufgeregt man ist. Oder: man geht in die Offensive und sagt gleich zu Anfang „Das ist meine allererste Präsentation“ oder „Ich bin gerade total aufgeregt“. Dann werden die Zuhörer in der Regel nachsichtiger und wohlwollender reagieren.
Zurück zur Liebe. Der Film endet mit der Szene, als der Hauptdarsteller zum ersten Mal seinen ganzen Mut zusammengenommen hat um eine ganz besondere Frau im Café anzusprechen. 20 Sekunden unglaublich mutig sein, und es kann alles verändern.
Er, sichtlich nervös: "Wieso sollte eine wunderbare Frau wie Sie auch nur ein Wort mit mir reden wollen?"
Und sie antwortet: "Wieso nicht?"